same procedure?

Momentan fühle ich mich ein bisschen wie in “Täglich grüßt das Murmeltier”, nur dass ich statt jedem Tag das Selbe, in jeder Schwangerschaft das selbe erlebe.

Meine Frauenärztin unkt, wir hätten uns heute zum letzten Mal vor der Geburt gesehen. Ich kann mich gut erinnern, dass sie in der Schwangerschaft mit Kind 1 ab der 38. Woche auch immer überrascht war, mich wiederzusehen.
Mein Muttermund ist heute 2-3 cm geöffnet und alles ist scheinbar sehr weich. Ein schöner geburtsreifer Befund. Ich kann mich gut erinnern, dass ich den bei Kind 1 zwei Wochen vor dem errechneten Termin auch hatte.

Kind 1 kam 10 Tage nach dem errechneten Termin und wer weiß, wann er gekommen wäre, wenn nicht eingeleitet worden wäre. Soviel also zum Thema der kurz bevorstehenden Geburt. Ich glaub da nicht dran, weil ich das letzte Mal so gerne daran glauben wollte und dann von jedem Tag doch sehr frustriert war.

In zwei Wochen werde ich noch einmal zur Frauenärztin gehen. Nur um ihr zu beweisen, dass ich noch schwanger bin und dann mache ich solange es geht den Rest der Vorsorgen bei meiner Hebamme. Die kommt am errechneten Termin aus dem Urlaub zurück und es ist bestimmt nett da alle zwei Tage vorbei zu schauen. Mal gucken, wann es ihr zu viel wird und sie mich zur Kontrolle ins Krankenhaus schickt.
Apropos Hebamme: Ich finde es eine Schweinerei, dass ich im Moment keine Hebamme finden kann, die noch geburtsvorbereitende Akupunktur anbietet. Das hat mir letztes Mal echt gut getan und ich hätte es liebend gerne wieder machen lassen. Allerdings trägt die Versicherung das nicht mehr. Die Situation der Hebammen ist mies und wird immer mieser, das wissen wir alle. Deshalb wollte ich das nochmal gesagt haben. Geht zu allen Protesten auf die ihr aufmerksam werdet. Unterschreibt jede Petition. Akupunktur ist nur der Anfang, viele Frauen werden im Wochenbett nicht mehr betreut, können keine Hausgeburten haben oder werden sogar am Kreißsaal abgewiesen und diese Einschränkungen halte ich für unerträglich.

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Geburtsvorbereitung

Ich bin jetzt in der 38. Woche der Schwangerschaft mit Kind 2. Es geht mir sehr gut und zwischendurch hab ich manchmal das Gefühl, ich müsste Vorbereitungen treffen. Am nächsten Tag ist dieses Gefühl schon wieder verschwunden, aber natürlich beschäftige ich mich einfach viel mit der bevorstehenden Ankunft des neuen Erdenbürgers. Das teilt sich in drei bereiche auf: 1. medizinische Vorbereitung und Planung. 2. mentale und körperliche Vorbereitung und Planung. 3. räumliche Vorbereitung und Planung. Klingt gut organisiert, oder? Mein Wuselkopf ist jedenfalls zufrieden damit.

medizinisch:
Aus irgendwelchen Gründen hat meine Frauenärztin mir schon vor drei Wochen eine Überweisung zur Geburtsplanung und zur Entbindung in den Mutterpass gelegt. Wahrscheinlich wird sie einfach vorsichtiger, sobald man sich dem errechneten Geburtstermin auf ein paar Wochen nähert. Ich bin mir allerdings nach wie vor sicher, dass ich mindestens bis in den November hinein Zeit habe mit Geburtsvorbereitungen.

Kind 1 hatte es ja überhaupt nicht eilig. Nach 9 Tagen wurde die Geburt bei ihm eingeleitet. Das war für mich vollkommen ok, ich wollte zu diesem Zeitpunkt auch einfach nicht mehr länger warten und hatte die letzten Tage immer stärker werdende körperliche Probleme. Heute denke ich, dass diese eine direkte Spiegelung meiner inneren Unruhe waren und das würde ich bei Kind 2 nun gerne vermeiden. Ich warte also nicht auf den Stichtag (der ja bekanntlich eh nichts aussagt…), sondern verlasse mich mehr auf mein Gefühl. So zumindest der Plan.
Es war also kein wirkliches Problem für mich, dass das Krankenhaus mir dann doch erst in der 38. Schwangerschaftswoche einen Termin zur Geburtsplanung geben konnte. Der fand gestern statt. Und wenn wir mal ehrlich sind, hätte es diesen Termin auch nicht gebraucht. Das wird jetzt aber scheinbar standardmäßig so gemacht. Bei Kind 1 habe ich einfach mit einer Hebamme kurz über meine Wünsche und Vorstellungen geredet und das war’s.
Diesmal hat eine Hebammenschülerin die Anamnese mit mir gemacht, bevor ich eine halbe Stunde auf den Oberarzt wartete. Dieser spulte sein anscheinend übliches Programm ab:
Er erklärte mir als erstes Mal unter welchen Voraussetzungen es zu einem Kaiserschnitt kommen könnte, welche Schmerzmittel mir zur Verfügung stünden und zu welchen Eingriffen es während der Geburt noch so kommen könnte. Ich hoffe, dass er dabei immer im Kopf hatte, dass ich schon ein Kind geboren habe und viel von dem was er erzählt einfach schon weiß, denn als Erstgebärende ohne klare Vorstellungen, hätte mich das geballte medizinische Vokabular vermutlich doch stark verunsichert. So konnte ich das Ganze aber gut an mir vorbeilaufen lassen und erwähnte zwischendurch nachdrücklich, dass ich gerne wieder eine Wassergeburt versuchen wollen würde und erstmal nicht damit rechne, Schmerzmittel zu brauchen.
Zumindest die Sache mit dem Wasser begrüßte er sehr und vermerkte es auf meiner Akte. Das war für mich die Hauptsache, deshalb bin ich im Grunde überhaupt zu dem Gespräch gegangen.

Damit ist denke ich alles medizinische geregelt und ich gucke mal, was bei der Frauenärztin in den nächsten Wochen so für Entwicklungen festzustellen sind. Die Vorsorge mache ich momentan im Wechsel bei der Hebamme und der Ärztin. Ab dem errechneten Termin (ich mag den Ausdruck “Ratedatum” dafür inzwischen auch gerne ;-)), möchte ich ausschließlich zur Hebamme gehen.
Da läuft doch alles etwas entspannter ab und vor allem die Arzthelferinnen aus der FÄ-Praxis nerven mich nicht. Die versuchen bestimmt nett zu sein, aber es hilft nicht, wenn sie mir jeden zweiten Tag den Tipp geben Fenster zu putzen und Treppen zu steigen, damit das Kind “jetzt aber mal” kommt. Ich denke meine Hebamme hat da qualifiziertere Dinge zu bemerken und ist grundsätzlich eine so entspannte Person, dass es zu meiner momentanen Grundstimmung einfach besser passt.

mental und körperlich:
Diese ganze Entspannungskiste ist mir mit voranschreitender Schwangerschaft ein immer größeres Anliegen geworden. Denn, wie schon gesagt, möchte ich vor Allem große Unruhe und Nervosität vor der Geburt vermeiden. Ich denke damit kommt nämlich Anspannung und Angst und das muss ja nicht sein.

Bei der Geburt von Kind 1 habe ich gemerkt, dass ich gut mit den Wehen klar kam, solange ich ganz bei mir bleiben und in Ruhe konzentriert atmen konnte. Um das diesmal noch besser nutzen zu können, suchte ich nach Entspannungstechniken und Atemübungen aus dem Hypnobirthing. Davon hatte ich schon ein paar mal am Rande gehört, mir aber noch nie so richtig Gedanken darum gemacht. Je mehr ich dann aber las, desto interessanter fand ich den Ansatz der Selbsthypnose unter der Geburt und schließlich entschied ich mich, das Standardwerk dazu mal zu lesen.
Ich muss sagen, dass ich dem ganzen Konzept nicht zu 100% vertraue. Eine schmerzfreie und vollkommen entspannte Geburt, die sich quasi wie von selbst erledigt (so klingt es an manchen Stellen im Buch), halte ich einfach für unrealistisch. Womit ich aber auf jeden Fall gut arbeiten kann, sind die Visualisierungen, die Entspannungsübungen und vor allem die Atemtechniken. Entspannungs- und Wellenatmung übe ich im Moment also täglich, um sie unter der Geburt dann vollkommen sicher anwenden zu können und bei der sog. Regenbogenentspannung schlafe ich seit einer Woche zuverlässig ein. Die Autorin des Buches behauptet, dies sei ein gutes Zeichen… Es sind auch noch einige Massagetechniken für die Geburtsbegleitung beschrieben, die ich mir sehr hilfreich vorstelle. Ich habe M. das Buch mal hingelegt und bislang hat er es halbherzig angefangen zu lesen. Der Plan ist aber, es mit in die Kliniktasche zu packen. So kann er mir während der Geburt vielleicht auch Übungsanweisungen vorlesen, ohne dass wir die im Vorhinein zusammen geübt haben müssen. Mal gucken, ob das so funktioniert.

Den Punkt den ich übrigens an der ganze Methode am kritischsten sehe, ist die intensive Geburtsplanung und Visualisierung des Geburtsablaufs. Ich habe das Gefühl, dass es mich komplett aus dem Konzept bringen würde, wenn dann auch nur eine Sache anders kommen würde, als ich es mir vorgestellt habe und das würde wieder in den Verunsicherungs- und Anspannungskreislauf führen aus dem ich ja hinaus möchte. Aber das ist natürlich auch nur mein Gefühl und meine Meinung, andere Menschen haben sicher ganz andere Erfahrungen und funktionieren ja auch anders.
Schön finde ich am Hypnobirthing die Grundeinstellung, dass eine Geburt ein natürlicher Vorgang ist und nicht unnötig pathologisiert werden muss. Selbstverständlich bin ich dankbar für die moderne Medizin und stehe jedem Arzt und jeder Ärztin aufgeschlossen gegenüber. Ich möchte auch Eingriffe überhaupt nicht kategorisch ausschließen. Natürlich kann es sein, dass ich nach 18 Stunden Wehen vollkommen am Ende bin und dann werde ich, um eine Pause zu haben, gerne eine PDA in Anspruch nehmen und natürlich kann es auch sein, dass Kind 2 sich nicht von alleine richtig dreht und die Geburt durch einen Kaiserschnitt erfolgt. Ich bin froh, dass wir in solchen und anderen Fällen nicht mehr vollkommen ausgeliefert sind und uns keinen schlimmen Schicksalen beugen müssen. Aber ich denke doch, dass in vielen Krankenhäusern den Müttern vielleicht auch etwas von ihrer Autonomie abgesprochen wird, wenn bspw. zwei Tage nach ET eine Einleitung einfach aus Prinzip und ohne weiteren Grund durchgeführt wird. Könnte man da nicht etwas mehr auf den natürlichen Vorgang der Dinge vertrauen und ein paar Tage länger warten?

Alles in Allem versuche ich also darauf zu vertrauen, dass ich, mein Körper und Kind 2 gut dafür ausgelegt sind, die Geburt hinzukriegen und dabei so entspannt wie möglich bleiben können. Wie das im Endeffekt klappt, wird sich zeigen.
Mein Körper scheint sich aber schon gut darauf einzustimmen. Übungswehen habe ich täglich so 5-10, die ich wahrnehme. In den letzten Tagen ziehen die sogar manchmal etwas in den Beinen und im Unterleib. Dass sie muttermundwirksam sind, würde ich aber bezweifeln, denn sie sind nie länger als 1 Minute.

Zu dem Gedanken, dass die Geburt ein natürlicher Vorgang und Schwangerschaft keine Krankheit ist, gehört auch, dass ich mich nicht übermäßig schone. Hier steht einfach täglich viel an und solange ich mich nicht schlecht damit fühle, versuche ich das alleine zu bewältigen. Im Moment habe ich das Bedürfnis mich viel zu bewegen und so mache ich die täglichen Erledigungen wieder mit dem Fahrrad. Das hatte ich von der 26. bis zur 36. SSW aufgegeben, da meine Frauenärztin größere Bedenken anmeldete, ob des früh verkürzten Gebärmutterhalses.
Jetzt fühle ich mich gut damit und nutze es als körperliche Vorbereitung auf die Geburt. Das Becken wird locker und die Oberschenkelmuskulatur wird trainiert.

räumlich:
Unsere Wohnung sieht noch so gar nicht auf ein Baby vorbereitet aus. Richtig viel ist da aber auch nicht zu tun, bei Kind 1 standen Wiege, Kinderwagen und Bettchen nur einfach schon viel früher herum, deswegen wundere ich mich manchmal etwas.
Geplant ist, nächsten Sonntag mal etwas umzuräumen. Der Wickeltisch wird wieder nach hinten hinaus verlängert, Regal und Wärmelampe werden darüber montiert. Und dann sollte auch Platz sein, die ganze Babykleidung aus dem Keller nach oben zu bringen, endgültig zu sortieren und einzuräumen.
Das ist aber auch schon das einzige, was ich bis zur Geburt wirklich erledigt haben möchte. Und auch damit sind wir dann, meinem Gefühl zu Folge früh dran. Längerfristig wird der Mal- und Basteltisch von Kind 1 aus dem Wohnzimmer ins Arbeitszimmer umziehen, um an seine jetzige Stelle ein Lammfell zu legen und ein Mobilé darüber anzubringen. Aber in den ersten Lebenswochen des Kind 2 wird dafür wohl noch kein Bedarf bestehen.
Wie sich die Schlafsituation gestaltet, werden wir in ebendiesen Wochen sehen. Im Keller lagert ein weiterer Lattenrost, um das Familienbett bei Bedarf auf 2,90 m (dekadent, ich weiß :-P) zu verbreitern. Beiden Kindern stehen aber auch eigene Betten zur Verfügung, die sie vielleicht nutzen möchten. Da gucken wir einfach was passiert und handeln spontan.

Die letzte Vorbereitung die dann noch getroffen werden muss, ist das vorsorgliche Ausfüllen der Elterngeldanträge. M. wird in den ersten beiden Lebensmonaten in Elternzeit gehen und ich beantrage 12 Monate Elterngeld. Wir haben nun schon einige Male von Fällen gehört, in denen die Bearbeitung der Anträge drei Monate gedauert hat. ich hoffe, dass es bei uns etwas schneller geht, denn zwei Monate (in denen auch Weihnachten liegt) mit einem Kleinkind und einem Neugeborenen komplett ohne Gehalt zu überbrücken, dürfte unangenehm werden. Wir haben Rücklagen für so einen Fall, aber ich tue mich immer sehr schwer damit an diese eiserne Reserve ran zu gehen…

Ich bin jedenfalls neugierig, wie sich hier alles weiter entwickeln wird und ich der Zwischenzeit genieße ich die schönen Spätsommertage und bastel ab dem Wochenende, an dem es ja wieder regnen soll, mit Kind 1 an unserem Jahreszeitentisch herum. Mal gucken, was ihm und mir dazu so einfällt.

Diese Riesenpausen zwischedrin und was in ihnen passiert…

Oh, der letzte Beitrag erschien hier ja im Juni und davor gab es einen über unseren Alltag im April.
Herrje.
Ich werde mich nicht lange mit Ausreden aufhalten. Ich bin einfach zu faul für regelmäßiges bloggen und so richtig interessante Themen habe ich gefühlt auch nicht. Mal gucken, wohin das noch führt. Wenn jemand Anregungen hat, worüber ich schreiben könnte, dann immer gerne her damit.

Es gab mal die Idee in meinem Kopf mehr über die Weise zu berichten, wie wir mit der Milch-, Ei, Weizen- und Nuss- Allergie von Kind 1 umgehen. Das wären dann hauptsächlich Rezepte und Produktempfehlungen. Bräuchtet ihr sowas? Lasst es mich gerne wissen.

Bis es möglicherweise dazu kommt nun aber mal das große Update zu unserem Leben. Im letzten Update-Post sprach ich, soweit ich mich erinnere über die neue Wohnung und das neue Baby. Dann fange ich damit auch mal wieder an. Außerdem wird das Thema Studium mal geschnitten werden müssen und Kind 1 hat sich wahnsinnig entwickelt im letzten halben Jahr. Dazu später mehr, oder sogar einen separaten Beitrag.
Aber von vorne:

Wohnung
Wir sind im Mai aus unserer WG in eine kleinere, dafür aber deutlich hellere Wohnung umgezogen. Es war perfekt und ist es immer noch. Nicht zuletzt das viele Licht, das durch die großen und günstig positionierten Fenster einfällt macht mich fröhlich. Ich genieße das sehr und es war also ein Sommer auf der positiven Seiten. Wie der Winter wird muss man dann sehen, aber ich bin durch den Park, der ca. 50 Meter rechts von unserer Haustür beginnt, relativ optimistisch, dass ich auf der positiven Seite bleiben und weiterhin viel frische Luft genießen kann. Kind 1 liebt an den großen Fenstern übrigens hauptsächlich, dass er auf der Fensterbank sitzend Leute in den Park rein und raus spazieren sehen kann. Das beliebteste Schauspiel: Plötzlich einsetzender Regen 😀

Baby
Die Schwangerschaft fing ja schon etwas komplizierter an, als die mit Kind 1. Ich hatte ab der siebten Woche immer mal wieder Blutungen. Die haben mich an sich gar nicht so sehr beunruhigt, da ich meinem Körper vertrauen konnte und durchgängig auf das gute und nicht alarmierte Gefühl gehört habe, das er mir gab. Doof war, dass natürlich immer sofort Schonung verordnet wurde. Kein Sport, nichts Schweres heben und keinen Sex. Hmmpf.
Nachdem die Blutung aufgehört hatte, versuchte ich ein paar Wochen Vollgas zu geben und vor Allem meine Bachelor-Arbeit so weit wie möglich voran zu bringen. Auch sonst stellte ich viel unter das Motto “Ich bin schwanger und nicht krank. Ich kann alles machen”. Überraschung: Das hat nicht geklappt. In der 24. Woche fing der Gebärmutterhals an sich zu verkürzen und ich hatte frühzeitige Wehen. Also hieß es erneut das volle Schonprogramm aufzufahren. Ich merkte teilweise schon nach ein paar Schritten vor die Tür, dass es zu viel wurde. M. musste wahnsinnig viel übernehmen und Kind 1 musste leider auch manches Mal zurück stecken.
Ich habe ihm so gut es ging erklärt, dass ich ihn nicht mehr tragen kann, dass ich mich manchmal einfach hinsetzten muss und dass ich auch leider auch nicht so viel hüpfen und umfallen spielen kann, wie er es gerne hätte. Er hat das nach einigen Wochen akzeptiert und sucht sich für diese Aktivitäten nun eben M. Wie weit das unsere Beziehung belastet weiß ich noch nicht. Ich hoffe natürlich, dass ich die Defizite durch Autos spielen auf dem Teppich und kuschelnd Bücher lesen auf dem Sofa ausgleichen kann.
Inzwischen bin ich in der 36. Schwangerschaftswoche. Wehen sind also überhaupt kein Problem mehr und es sind auch genug Übungswehen da. Die kamen mir in der letzen Schwangerschaft nicht so intensiv vor. Verändert sich da was? Kind 2 liegt auf jeden Fall mit dem Kopf schonmal fest im Becken. Er könnte noch etwas zunehmen. Die Ärztin schätzt ihn auf 2200 Gramm im Moment, womit er unter der normalen Wachstumskurve liegt, seiner eigenen Kurve aber treu bleibt. Also kein Problem und ich werde mich über ein leichtes, eher zierliches Kind gewiss nicht beschweren.
Achja, richtig. Es wird ein Junge 🙂 Das verkompliziert bei uns die Namenssuche, da wir einen Mädchennamen sozusagen noch in Reserve gehabt hätten. Aber wir nähern uns auch da langsam dem Ziel und haben nun einen Short-List mit drei Namen. Da sollte sich in den nächsten vier Wochen noch ein Favorit herauskristallisieren können. Kind 1 möchte seinen kleinen Bruder übrigens “Effroff” nennen. So heißt auch seine Puppe und ich habe keine Ahnung, wie er auf diese Idee gekommen ist, aber er bleibt beharrlich dabei. Ansonsten schwankt er glaube ich zwischen Aufregung darüber ein großer Bruder zu werden und Skepsis, was da genau auf ihn zukommt. Wir sprechen auch immer wieder an, dass Babys am Anfang eigentlich nur schreien und schlafen und vor allem keine Spielgefährten sind. Dass die zwar wirklich niedlich und klein sind, es aber auch mal ganz schön anstrengend mit ihnen werden kann. So richtig und zu 100% vorbereiten können, werden wir Kind 1 wohl nicht, aber ich hoffe sehr, dass es ihn nicht vollkommen aus den Latschen hauen wird und er eine gute Bindung zu seinem Bruder herstellen kann, wenn der erstmal da ist.
Vorbereitungen für Babys Ankunft haben wir noch kaum getroffen. Ich rechne irgendwie fest damit, dass sich hier vor Mitte November nichts tun wird. Dieses Gefühl speist sich einzig und allein aus der Tatsache, dass Kind 1 sich auch verdammt viel Zeit ließ und seine Geburt schließlich 9 Tage nach dem ET auf meinen Wunsch hin eingeleitet wurde. Auf eine Einleitung würde ich diesmal gerne verzichten und stelle mich deshalb jetzt schonmal auf eine lange Wartezeit ein. Mal gucken, wie es dann letzten Endes kommt. Meistens ja anders als man denkt. Ich werde versuchen, euch auf dem laufenden zu halten.

Studium
Ich sagte ja schon, das vom Power-Bachelor-arbeiten vorzeitige Wehen kamen. In Absprache mit meinen Psychologen und der Frauenärztin, habe ich dann beschlossen, diese Arbeit erstmal ruhen zu lassen und mich auf die Schwangerschaft zu konzentrieren.
Natürlich war das die vernünftige Entscheidung und sobald ich die Besuche in der Bibliothek eingestellt hatte, entspannte sich auch die Lage in meinem Bauch. Ein gewisses Gefühl der Wehmut und Enttäuschung darüber, dass mein Studium nun aber noch ein weiteres Jahr dauern wird, kann ich auch nicht leugnen. Irgendwie fühlt sich das nach Versagen an. Ein doofes Gefühl, keine Frage. Zu ändern ist die Tatsache nun aber auch nicht mehr und auf der positiven Seite stehen die ganzen Vorteile, die ich habe, wenn mein Studierendenstatus noch ein Jahr lang erhalten bleibt.

Das waren jetzt tatsächlich die Hauptthemen. Es ist darüber sehr spät geworden. Über die Entwicklung von Kind 1 und konkrete Geburtsvorbereitungen werde ich in weiteren Beiträgen schreiben. Hoffentlich kann ich mich nächste Woche dazu aufraffen. Oh meine Güte, klingt das faul…

Schalom!

nette Menschen, liebe Gesten

Heute hat mich eine befreundete Mutter angesprochen. Ihre Tochter feiert am Montag ihren Geburtstag im Kindergarten in der Gruppe, die auch Kind 1 besucht. Nun verhält es sich ja so, dass Kind 1 eine erhebliche Anzahl an Allergien hat. Diese Mutter fragte mich nun nach einem Rezept für einen Kuchen ohne Milch, Ei, Weizen und Nüsse. Sie würde den gerne backen, damit Kind 1 einfach den gleichen Kuchen essen kann, wie alle anderen.
Normalerweise bekommt er anderen Kuchen, den ich  mal auf Vorrat gebacken habe und der im Kindergarten eingefroren ist. Bei jedem essen, dass es im Kindergarten gibt, bekommt er einen separaten Teller mit einer Alternative zu dem, was alle Anderen essen. Zu jeglichen anderen Veranstaltungen bringe ich Kind 1 immer eigenes Essen mit.

Ich bin extrem gerührt von der Bereitschaft dieser Mutter einen Mehraufwand auf sich zu nehmen und den gesamten Geburtstagskuchen ihres Kindes an die Bedürfnisse meines Kindes anzupassen! Da hat bisher noch nie jemand dran gedacht und ich weiß jetzt schon, wie sehr sich Kind 1 über die Tatsache freuen wird, dass er das was alle haben auch essen kann. Er fragt bei allen Nahrungsmitteln die er zu sich nimmt vorher: “Darf ich das?” und wenn dies verneint wird, isst er es auch nicht. Wenn man allerdings “Ja” sagt und dann noch jemand anderes genau das Gleiche isst wie er, ist das das Highlight seines Tages. Daran sieht man denke ich, wie stark seine Allergien ihn beschränken und was für ein großes Glück es bedeutet, wenn jemand anderes einfach nur aus Nettigkeit einen Umweg in der Essensplanung nimmt.
Hab ich schon gesagt, wie sehr mich dieser Gedanke rührt? Es haut mich geradezu um.

12 von 12 im April

12 von 12 im April

Hui, schon ist es April. Meine Bettruhe ist seit gestern aufgehoben und heute hatte ich meinen ersten wieder richtig aktiven Tag. Deshalb konnte ich auch fotografieren.

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Die Nacht war eher unruhig. Dementsprechend kann man hier ein leeres Kinderbett und das Kind in meinem Bett schlafen sehen.
Das Aufwachen ist nicht leicht heute und es dauert eine halbe Stunde, bis das Kind bereit ist, Kleidung anzuziehen. Ich kann das sehr gut verstehen. Wer steht schon gerne auf? Hoffentlich hält sich dieser Spirit bis zum Wochenende 😉

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Frühstück: Heute sollte es zuerst ein Brot und dann doch lieber Kokosjoghurt sein. Inzwischen geht bei Joghurt in die Schüssel schaufeln allerdings kaum noch was auf Pulli, Hose oder Stuhl. Das bereits getoastete Brot gab es dann einfach zum Abendessen.

 

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Das Kind ist sehr stolz darauf, dass seine Schuhe grün sind, genau wie die von M.

 

IMG_1032 Mein Teil der morgendlichen Familienarbeit ist hiermit getan. M. bringt ihn zur Kita und ich gehe in die Wohnung zurück, die sich dann jeden morgen so merkwürdig ruhig anfühlt. Verdoppelt sich diese Ruhe dann eigentlich, wenn man morgens zwei Kinder erfolgreich auf den Weg zur Kita gebracht hat?

 

 

 

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In letzter Zeit komme ich überhaupt nicht gut mit meiner Bachelorarbeit voran. Heute habe ich eine halbe Seite darüber geschrieben, welchen Machtbegriff Laclau verwendet. Das ist nicht viel, aber viel mehr, als ich an all den Tagen der letzten Woche zusammen geschrieben habe.
Eine Freundin riet mir, eine imaginäre Deadline für die Arbeit zu setzen und eine Belohnung festlegen, sollte das klappen. Die Deadline könnte der 16.6. sein. Da startet hier ein schönes Festival in der Stadt. Die Frage ist jetzt nur, ob ich wirklich so hart zu mir sein will und mir den Besuch des Festivals nur bei abgeschlossener Arbeit erlauben soll. Mal gucken.

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Mir wird ein Second-Hand Osternest angeboten. Das nehme ich gerne für Sonntag.

Ich bin sowieso mal gespannt, wie das Kind auf Ostern reagieren wird. Bislang ist mir nicht ganz klar, ob er eine Vorstellung davon hat, was passiert. Oft kriegt er aber auch viel mehr mit, als ich denke und weiß dann genau Bescheid. Also werden wir noch ein paar Mal “Jakob freut sich auf den Osterhasen” lesen und hoffentlich schöne Feiertage haben.
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Da meine Ärztin mir gestern verkündete, mit der Schwangerschaft und dem Baby sei alles in Ordnung (Es hat schon die elfte Schwangerschaftswoche angefangen, ist das zu fassen?) und ich könne aufhören mich zu schonen, verabrede ich mich, mit einer Freundin und ihrer Tochter in den Zoo zu gehen. Für uns beide gibt es eine große Kanne Ingwertee und für die Kinder Obst.

 

 

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Zuerst muss ich mit dem leeren Kinderwagen zur Kita laufen, denn M. nimmt morgens meist aus Bequemlichkeit das Auto. Mit Kinderwagen ohne Kind komme ich mir immer ziemlich blöd vor. Aber heute war die Bahn glücklicher Weise nicht so voll, sodass ich zumindest niemandem Platz weggenommen hätte.

 

 

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Der eigentlich Plan im Zoo war, den Spielplatz anzusteuern und es ruhig angehen zu lassen. Stattdessen war ich dann die ganze Zeit auf den Beinen. Zwar haben wir langsam gemacht, aber ich merke am Abend doch, dass es nach drei Wochen wirklich wenig tun einfach zu viel war.

 

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Ich liebe die Atmosphäre in so großen Aquarien. Das Licht ist so schön dunkel und bläulich. Die meisten Menschen sprechen instinktiv gedämpfter und die Fische sehen auch häufig aus als wären sie tiefenentspannt.

 

 

 

 

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Zu Hause entdecken wir kurz vorm zu Bett gehen des Kindes, dass der Avocadokern auf der Fensterbank einen kleinen Keim hat. Das ist eine große Freude. Der letzte Kern ist nämlich leider nichts geworden.

 

 

Leider entdecke ich auch, dass mein Gefühl, etwas viel auf den Beinen gewesen zu sein nicht falsch war. Ich hatte wieder eine leichte Blutung. Erstmal mache ich mir da wenig Sorgen drum, da es eindeutig altes Blut ist. Sollte es mehr werden oder morgen noch da sein, gehe ich natürlich umgehend zur Ärztin. Und außerdem schmeiße ich das Schonprogramm wohl wieder an.

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Als ich damit fertig bin, das Kind in den Schlaf zu begleiten, ist M. schon aufgebrochen zu einem Spieleabend der jeden Mittwoch stattfindet. Ich erwähnte auf dem Heimweg allerdings, dass mir der Sinn nach Fast Food stünde, also hat er mir ein großes Sandwich besorgt 🙂

 

 

Ich hoffe ihr hattet trotz des nicht so schönen Wetters einen schönen Tag und euch stehen ein paar fröhliche und entspannte Osterfeierlichkeiten bevor. Sofern ihr denn feiert. Ansonsten, schonmal ein schönes langes Wochenende.

 

Entwicklungen

Hier entwickelt sich grad einiges und alles kommt auf einmal. Nur Zeit uns Muße, um darüber zu schreiben finde ich nie. Deshalb wird dieser Beitrag sicher auch nicht vollständig, aber wenigstens ein bisschen möchte ich euch auf dem Laufenden halten. Wenn ich es genauer betrachte, sind es auch nur zwei Sachen. Die sind dafür aber riesig. Zumindest in meinem Kopf.

1. Wir ziehen um!

Die letzten zwei Jahre haben wir in einer WG gewohnt. Die Motivation dazu lag für uns auf der Hand: Je mehr Menschen sich um das Kind kümmern können, desto besser für alle. Geteilte Kosten in Miete, Einkauf, sonstiger Lebenshaltung und geteilter Aufwand bei waschen, putzen, kochen, sonstigen Alltagsaufgaben. Im ersten halben Jahr hat das auch richtig gut geklappt. Wir hatten recht viel Spaß und recht wenig Ärger.
Dann bin ich in eine depressive Episode abgedriftet und es wurde richtig schwer. Noch schwerer als sonst, Meine Mitbewohner_innen stehen mir einfach nicht so nah, dass ich mit ihnen über meinen Zustand und meine Gedanken hätte reden wollen. Das Resultat daraus war, dass ich mich abweisend verhielt und mich zurück zog. Es wurde für mich zum Problem, dass es überhaupt wenig Rückzugsorte gibt. Auch in nicht geteilte Zimmer, kam ständig jemand rein. Nach einiger Zeit geschah dies zwar mit vorherigem anklopfen, trotzdem hatte ich das Gefühl, mich nie fallen lassen zu können. Nie meiner Verzweiflung nachgeben und einfach heulend zusammenbrechen, denn immer könnte jemand vorbei kommen und das störte mich extrem. Ich wurde aggressiv und die allgemeine Stimmung verschlechterte sich. Meine depressive Episode hielt etwas vier Monate, danach war die WG nie wieder die gleiche und für M. und mich war eigentlich klar, dass wir raus wollten. Schade dass es nicht geklappt hat in anderen WGs vorher war das anders, aber uneingeschränkte Privatsphäre war in diesem Fall eine notwendige Bedingung, die durch verschiedenste Umstände nicht erfüllt werden konnte.
Der Mietvertrag lief über mindestens zwei Jahre, wir hielten also noch ein weiteres Jahr durch und machten uns dann im Januar diesen Jahres auf die Suche nach einer neuen, eigenen Wohnung. Und wir haben eine gefunden! Direkt neben einem Park mit Spielplatz. Große und helle dreieinhalb Zimmer. Seit letzter Woche haben wir die Schlüssel. Bis Ende Mai muss die jetzige Wohnung geräumt sein. Das lässt viel Zeit für einen Umzug.
Wir versuchen, diese Zeit möglichst entspannt anzugehen, auch wenn sich Umzug und Entspannung für mich nach einem Widerspruch anhört. Als erstes möchte M. ein Bücherregal im Wohnzimmer bauen. Dann sollte unsere neue Matratze geliefert werden. Die ist 2×2 Meter und wird unser schönes neues Familienbett werden. Meine Schwiegereltern haben noch zwei Lattenroste, je 1 Meter übrig, die sie uns zur Verfügung stellen. Als nächstes werden wir ein altes Sofa von M.s Onkel bekommen, dass wir neu beziehen lassen. Wenn das da ist, ist das Wohnzimmer schon fast komplett. Da fehlt dann nur noch die Kinderecke. Es wird vorerst in der neuen Wohnung nämlich kein Kinderzimmer geben, da wir es schöner finden einen gemeinsamen Aufenthaltsraum zu kreieren. Sobald das Kind dann älter ist und einen eigenen Rückzugsort braucht, der nicht mehr einfach das Bett sein kann, wird das Arbeitszimmer zum Kinderzimmer werden und die Kinderecke im Wohnzimmer zur Arbeitsecke. Die Sachen des Kindes werden wir an einem Umzugstag holen, an dem auch Kleiderschrank, Schreibtisch und Computer und die Küche bewegt werden sollen. Ich denke das ist machbar. Vorbereitend dadrauf werden wir in diversen Möbelhäusern vorher schon ein Regal für Spielzeug, einen Wäscheschrank, einen Badezimmerschrank, eine Garderobe und Esszimmermöbel besorgen. Ich finde, dass klingt nicht nach besonders viel Stress, da wir mehrere kleinere Schritte geplant haben. bis das große Projekt Wohnung fertig ist.
Ich bin sehr gespannt, ob das alles so klappt und freue mich schon wahnsinnig auf unser neues Familienleben, endlich nur in der Familie.

2. Wir bekommen ein Baby!

Das war ja nun zu erwarten, nachdem ihr die Ovulationstests in den 12 von 12 im Februar gesehen habt. Aber natürlich ist es trotzdem eine riesengroße, wirklich tolle Nachricht. Heute bin ich ca. bei 7+4. So genau ist das aber noch nicht ermittelt, da mein Zyklus immer länger als 28 Tage war und der Eisprung auch nicht genau standartmäßig stattfand. Ich tippe auf den 11. November als endgültig errechneten Geburtstermin. Wie wir bei Kind 1 (jetzt muss ich schon anfangen sie durchzunummerieren :-D) gelernt haben, halten die kleinen Würmchen sich ja eh nicht an solche Rechnungen. Also stelle ich mich mal auf irgendwann im November ein. Das wird dann schon passen.
Ich merke jetzt schon, dass diese Schwangerschaft deutlich schneller an mir vorbeiziehen wird als die letzte. Mit Kind 1 bin ich halt gut beschäftigt und hatte in den allerersten Wochen gar keine Möglichkeit das Ergebnis des Tests auf mich wirken zu lassen. Diese Möglichkeit hat sich dann allerdings letzte Woche ergeben, als ich Blutungen hatte und meine Frauenärztin mit eingeschränkte Bettruhe verordnete. Das gestaltet sich mit einem quirligen und natürlich forderndem Kleinkind gar nicht mal so leicht. Aber eine gute Freundin zog hier kurzfristig mit ein und wuppte bewundernswerter Weise einen Großteil der Kinderbetreuung. Haushalt blieb eben größtenteils liegen. Ich hatte also plötzlich mehr als genug Zeit nachzudenken und merkte, dass ich mich schon komplett auf die Tatsache eingestellt hatte, dass ein neues Mitglied  schon zu Weihnachten unsere Familie bereichern würde. Glücklicher Weise hörten die Blutungen nach einer Woche auch auf und es war zu keinem Zeitpunkt frisches Blut, sodass es wohl wirklich auf zu viel Stress zurückzuführen ist und ich dem Thema Fehlgeburt oder früher Abgang erstmal weiterhin ausweiche und davon ausgehe, dass alles gut ist. Der nächste Arzttermin ist am 11.April und ich bin schon sehr gespannt. Ich glaube da müsste es einen Ultraschall geben und das Kind (Kind 2, um es mal zu sagen) sollte um die 3 cm groß sein. Also schon ordentlich mehr, als die 0,5 cm vom letzen Mal.
Ich hab übrigens das Gefühl, es wird ein Mädchen. Bei Kind 1 lag ich mit meinem Gefühl richtig. Ich bin gespannt. Die Wahrscheinlichkeit ist ja immerhin 50/50.
Ansonsten werden wir es um Ostern rum einer breiteren Öffentlichkeit mitteilen und dann soll Kind 1 auch erfahren, dass er großer Bruder wird. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie er die Nachricht auffasst und ob ihn das überhaupt weiter interessieren wird. Falls irgendjemand Tipps hat, wie man einen 3-jährigen auf ein Geschwisterkind vorbereitet, immer gerne her damit. Vielleicht bekommt er zum Geburtstag im September eine Babypuppe? Auch wenn er sich im Moment überhaupt nicht für Puppen interessiert, könnte es ja nicht schaden ihm was zur Imitation an die Hand zu geben.
Glücklicher Weise ist das alles noch sehr weit weg und ich kann mich noch 20 mal umentscheiden. Und fürs erste widme ich mich der Entspannung und der Umzugsplanung.

🙂

12 von 12 im Februar

Ich dachte es wird Zeit für ein bisschen mehr Alltags-Zeug im Blog und das 12 von 12 Projekt reizte mich. Hier also mein Versuch 🙂

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Gestern bin ich mit dem Kind früh aufgestanden, also ist heute M. dran. Die Beiden diskutieren noch, was man jetzt spielen könnte.

 

 

 

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Als ich gegen halb zehn (!) aufstehe, lesen sie grade zum gefühlt 20sten Mal “Jakob fährt Zug”. Ich glaube wir brauchen einen Nachschub an Jakob-Büchern.

 

 

 

 

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Frühstück. Ab hier wurde übrigens nur noch die Banane und die Rosinen gegessen. Wenn jemand eine Idee hat, was ich mit angegessenen und beschmierten Brotscheiben noch machen kann, bitte immer her damit. Jeden Tag eine morgens und eine abends wegzuwerfen, finde ich nämlich eigentlich gar nicht chic.

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Hatte ich neulich eigentlich behauptet, es läuft bei uns und die durch Autonomiebedürfnis bedingten Wutanfälle halten sich in Grenzen? Tja, wer hätte es gedacht. Asche auf mein -Haupt. Wie könnte es anders sein? Im Moment schmeißt das Kind ständig Dinge runter oder um sich.

 

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Die Knöpfe allerdings sind explizit zum runterschmeißen gedacht. Das Kind verwaltet nun meine Knopfsammlung und hat viel Spaß dabei. Die Knöpfe sind im Kinderzimmer deutlich besser aufgehoben als in meiner Nähkiste, wo sie doch nur jahrelang auf ihren Einsatz warten müssten. Das Thema “Kinder brauchen eigentlich kein Spielzeug.” beschäftigt mich momentan sowieso, aber bislang ist es eher ein “Das Kind braucht doch nicht sooo viel Spielzeug, wie es hat.”. Mal gucken, wohin sich das noch entwickelt.

 

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 Mittagsschlaf. Etwas Zeit für mich allein. Ich hab nämlich noch Dinge zu erledigen.

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Heute starte ich für diesen Zyklus mit Ovulationstests. Diesen Monat tatsächlich nur, um etwas Vorlauf zu haben und nächsten Monat dann hoffentlich eine Regelmäßigkeit festzustellen. Ab März wollen wir dann auch tatsächlich versuchen ein zweites Kind zu bekommen 🙂

Hier bilde ich mir übrigens eine ganz zarte rosa Linie im Testfenster ein. Das würde mit meinen Berechnungen übereinstimmen. Mal gucken, was die nächsten Tage bringen.

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Den Rest der Mittagsschlafszeit verbringe ich mit häkeln. Das Kind wird zu Karneval als Drache gehen und ich dachte eine Puppe im gleichen Kostüm wäre schön.

img_0687Kaum ist das Kind wieder wach, kommen die Großeltern vorbei. Wir gehen was essen und ein bisschen spazieren. Besonders seinen Großvater liebt das Kind sehr. Leider habe ich einige Probleme mit ihm, da er unsere Regeln oft missachtet, seine eigenen aber unumstößlich sind und er gerne lang und ausführlich über Werte schwadroniert, die er dem Kind mitgeben möchte. Aber Schwiegereltern sind nunmal so ein Thema für sich.

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Wieder zu Hause wird das Duplo-Superheldenset noch etwas bespielt. (Und kurz nachdem dieses Foto entstand, war die Brücke auch schon zerstört.)

Nachdem das Kind im Bett ist, bereitet M. noch einen nicht kindgerechten Nachtisch zu. (Es geht hier übrigens nicht um den ganzen Zucker, sondern darum, dass das Kind gegen img_0691Milch allergisch ist.)

Und die kleine Drachenpuppe bekommt ein Paar Ohren. Damit sieht sie schon deutlich puppenartiger aus. img_0690

Mehr 12 von 12 gibt es natürlich bei Draußen nur Kännchen.

Einen schönen Start in die Woche allerseits.